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Die 13 Wasserbereiche

Die Ausstellung aus dem Jahr 2007 wird mit einem zweiten Teil neu aufbereitet fortgesetzt. Die Inszenierungen sollen möglichst selbsterklärend wirken, Kernsätze sollen in die Bereiche einführen. Ein Begleitheft soll zum Mitmachen anregen und bei den Erklärungen helfen. An 10 Infosäulen mit Kopfhörern soll man Kurztexte zu den Bereichen abrufen können.

1. Wasser ist überall | 2. Wasserlabor | 3. Wasserstudio | 4. Wassergang
5. Wasserbaustelle | 6. Wasserlesen & -hören | 7. Wasserlauschen
8. H2O-Bad
| 9. Unterwassertraum | 10. Wasser in Bewegung
11. Wasserfahrzeuge
| 12. Wassertheater & Gästebuch


1. Bereich: Wasser ist überall

(erleben, reflektieren)

Hier soll man verschiedene Themenaspekte aus dem täglichen Leben erfahren und zum Nachdenken angeregt werden.

  • den Kreislauf des Wassers in der Natur auf einem großen Wandbild nachvollziehen und durch ein Zuordnungsspiel vertiefen können (Verdunstung / Kondensation / Niederschlag usw.)
  • den Wassergehalt von Lebensmitteln auf Klapptafeln erst erraten oder schätzen und durch nachsehen herausbekommen (z.B. Apfel = 85%)
  • durch eine große drehbare Erdkugel erkennen, wie hoch der Wasseranteil auf der Erdoberfläche ist (und wie klein der Anteil im Vergleich zum Erdvolumen)
  • über die originalgroße Darstellung eines Mädchens im Badeanzug erkennen, wie hoch der Wasseranteil im menschlichen Körper ist (fast 75% bei Kindern)
  • den täglichen Wassergebrauch und –verbrauch in einer Art Memory-Spiel mit Drehtafeln nachvollziehen können, z.B. Hände waschen (Seife / Waschlappen / 2 Liter Wasserverbrauch)
  • in einem gestalteten Themenraum erleben, wie ein Wohnzimmer nach einer möglichen Flutkatastrophe aussehen würde (Wasserhöhe, Schlamm, Verwüstung), verbunden mit der Fragestellung, wie man die Klimaerwärmung aufhalten kann

ergänzend: Mitmachaktion Wasserwelten (mitmachen, gestalten)
Hier kann man bis zu 45 individuell gestaltete Rahmen (30 x 21 cm) zum Thema Wasser anschauen und sich mit den verschiedenen Objekten auseinandersetzen. Die Rahmen sollen hinten mit farbiger (blauer?) Folie gestaltet sein und werden rückwärtig beleuchtet. Die leeren Rahmen konnten in der Kunstschule abgeholt werden und sollen immer wieder ausgetauscht werden.

2. Bereich: Wasserlabor

(experimentieren, erkennen)

Hier soll man in einer Labor-Situation bestimmte Aspekte zum Wasser erforschen und vorbereitete Experimente durchführen können.

  • 8 Versuche mit Wasser und in Wasser (Oberflächenspannung, was schwimmt und was nicht und warum, Beobachtungen am Mikroskop, Wassertiere abzeichnen, Versuche mit Eis und Salz usw.)
  • an der Wand gegenüber ist ein großes Waschbecken mit transparenter Wasserzuleitung und transparentem Abflussrohr - man soll sehen können, woher das Wasser kommt und wohin es verschwindet
  • regionale Wassersammlung an der Seitenwand (Tümpel, Kanal, Nordsee, Bach, Graben, Pfütze, Leitung)

3. Bereich: Wasserstudio

(gestalten, rätseln)

Hier soll man zum Thema Wasser künstlerisch gestalterisch arbeiten können), die Bilder und Zeichnungen werden an einer integrierten Pinwand ausgestellt.

  • individuelle Wasserbilder
  • Kopiervorlagen ausmalen
  • Kreuzworträtsel mit Einwurfbox

ergänzend Monitor mit Lifebildern aus dem H2Obad (neugierig machen)

4. Bereich: Wassergang

(empfinden, spielen)

Hier soll man die Dichte des Wassers fühlen und „zerteilen“ können. Es hängen verschiedene Streifen aus Stoff und Plastik ganz eng neben- und hintereinander und bilden so ein dichtes Medium. Alle Besucher müssen da hindurch „schwimmen“, wenn sie weiter wollen. Man wird dabei auch anderen „Schwimmern“ begegnen und muss sich entsprechend vorsichtig verhalten. Der Gang wird von oben beleuchtet.

5. Bereich: Wasserbaustelle im Hof

(spielen, plantschen, bauen)

Hier soll man mit Wasser gestalten, bauen und spielen können, möglichst selbst bestimmt an selbsterklärenden Installationen

  • am Wasserlauf mit Schiffen spielen, mit Sandsäcken Wasser stauen, usw.
  • Tröpfelwand mit beweglichen Wasserrohren und Regenrinnen erleben
  • Urgroßmutters Waschküche mit Pumpe, Bottich und Waschbrett nachspielen

ergänzend Wasserspiele (spielen und lernen am PC)
Hier soll man sich mit einem ganz anderen Medium mit dem Thema der Ausstellung beschäftigen können. Dabei geht es um Geschicklichkeit im Umgang mit der Maus, aber auch um Wissensvermittlung. Der Spieler bewegt einen kleinen Fisch, der im Wasser aufsteigende Luftblasen erwischen und zum Platzen bringen soll. In den Blasen stecken Fragen zu den verschiedenen Bereichen der Ausstellung.

  • CD-ROM „Wunderstoff WASSER“
  • Multimediaproduktionen des MMM zu anderen Ausstellungsthemen

6. Bereich: Wasserlesen & hören

(zur Ruhe kommen, Interesse finden)

Hier kann man es sich in einer Art Badewanne gemütlich machen, in Büchern zum Thema Wasser schmökern oder sich über Kopfhörer „Wassermusik“ anhören. Über eine kleine Treppe gelangt man auf ein Podest und kann von dort in die große, mit Kissen gefüllte Wanne steigen. Durch ein Fenster schaut man in den Gang.

  • Kinderbücher zum Thema
  • Kurzgeschichten zum Hören
  • Musikbeispiele zum Thema

ergänzend Wassergeschichten (für Eltern und Lehrer/innen)
Hier können sich Erwachsene in einer gemütlichen Sitzecke mit „Wasserlektüre“ beschäftigen und sich eventuell eine Literaturliste selbst erstellen

7. Bereich: Wasserlauschen

(konzentriertes hinhören, zuordnen)

Hier soll man 10 verschiedene „Wassergeräusche“ bestimmten Gegenständen oder Motiven zuordnen können. Die Geräusche kommen aus Lautsprechern, die in kleinen blauen Wassereimern stecken. An einer Seite steht ein niedriger Tisch mit den entsprechenden Motiven (als Puzzleteile) zur Auswahl. An den Henkeln der Eimer hängen Brettchen mit der entsprechenden Negativform des jeweils passenden Puzzleteil-Motivs. So erkennt der Besucher, ob er das richtige Motiv ausgewählt hat.

  • 10 Wassereimer mit Geräuschen
  • Tafel mit 10 Puzzleteilen auf Rollen

8. Bereich: H2Obad

(erleben, toben)

Hier soll man in einem „Bällebad“ baden können, ohne nass zu werden. Das Bad ist mit blauen und transparenten Bällen gefüllt (H2O-Verhältnis). Der Beckenboden ist gepolstert, die Ränder mit Teppichboden beklebt. An der Wand wird das Besondere an den Molekularketten des Wassers erklärt und auf die Aggregatzustände eingegangen. Durch Bullaugen unter dem Wasserspiegel kann man hinaus- und hineinsehen. Man kommt über eine Treppe mit Geländer in das H2Obad. Neben der Eingangstür kann man durch ein großes gewölbtes Fenster (Acrylhalbkugel) hinaussehen.

9. Bereich: Unterwassertraum

(sensibilisieren, reflektieren, ausruhen)

Hier soll man eine „Unterwasserwelt“ erleben können und zum Träumen und phantasieren angeregt werden. In der Höhle gibt es ein großes Wasserbett, das direkt unter der glitzernden „Wasseroberfläche“ platziert ist und einem das Gefühl zu schweben vermittelt. Ein angenehm schummeriger Raum mit reflektierenden Wasserbewegungen, fluoreszierenden Fischen und sanfter Musik zum ausruhen, reden, und reflektieren. Der Zugang zur Höhle erfolgt über einen engen gewundenen Gang, mit blubbernden „Märchenwasserbecken“, die den Gang beleuchten. Das Ganze soll etwas unheimlich wirken und ein bisschen Mut erfordern. Vor dem Betreten müssen die Schuhe ausgezogen werden. Mit den Füßen werden die Besucher durch verschiedene Untergründe sensibilisiert (Steinplatten, Holz, Kiesel, Sand, usw.). Rollstuhlfahrer können durch einen Sondereingang vom Nebenraum aus direkt in die Höhle geschoben werden.

10. Bereich: Wasser in Bewegung

(staunen, entdecken)

Hier soll man verschiedene Phänomene von „Wasser in Bewegung“ an entsprechenden Objekten und Geräten beobachten können. Besucher sollen sich möglichst eigene Gedanken machen und Vermutungen anstellen, was wohl die Ursache für die beobachteten Phänomene sei.

  • Abflusswirbel
  • Klangschale
  • Tintenbecken
  • Sandrifuge

11. Bereich: Wasserfahrzeuge

(spielen, beobachten, entdecken)

Hier soll man sich mit der Entwicklung des Schiffbaus auseinandersetzen können. In einem ausgedienten Tretboot kann man das Schaufelrad betreiben und durch eine Plexiglasabdeckung sehen, wie das Wasser bewegt wird. In Bildtafeln wird beispielhaft die Entwicklung vom Einbaum zum Containerschiff aufgezeigt. Einige große Schiffsmodelle sollen genau erforscht werden können. An einem Memory-Spiel mit drehbaren Tafeln soll man 8 verschiedenen Schiffstypen der Küstenregion Ostfrieslands entdecken und zuordnen können (Krabbenkutter, Segelboot, Inselfähre, Vergnügungsdampfer, Paddelboot, Binnenlastschiff, Angelkahn, Kreuzfahrtschiff). Ergänzend soll ein Ratespiel mit lustigen Antworten (ankreuzen) zur Auseinandersetzung anregen.

  • Tretboot mit Schaufelkasten
  • Verschiedene Schiffsmodelle
  • Memory-Spiel
  • Ratespiel mit Einwurfbox

12. Bereich: Wassertheater & Gästebuch

(verkleiden, reflektieren, kommentieren)

Hier soll man sich in Personen / Berufe verwandeln können, die alle mit Wasser zu tun haben. Besucher sollen sich verkleiden und auf einer Bühne mit entsprechenden „Requisiten“ posieren können. Dabei sehen sie sich selbst auf einem Monitor und können über einen Fußschalter ein Foto von sich machen. An einem Computer sollen sie dann zu ihrem Foto oder zur Ausstellung einen Kommentar schreiben können. Am Platz daneben soll man in dem Gästebuch „blättern“ können.

  • 8 Kostüme in Wandbehältern
  • Bühne mit Videokamera und Monitor2 Rechner mit Flachbildschirmen