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Ihr werdet es nicht glauben .. Wir würden es ja selbst nicht glauben, hätte es nicht in der ZO und der NO (Name von der Red. Geändert) gestanden. Wir haben es jetzt schriftlich beglaubigt quasi amtlich: VENTIL IST GUT! Das seid Ihr platt, wie? Nun wie kam es zu dieser Kuriosität. Also das war so... Es begann alles an einem Mittwochnachmittag, an dem Klaus mutterseelenallein in der Kunstschule saß und mit sich selber Redaktionssitzung machte (eigentlich sollte die ja ausfallen, aber Klaus (unser Redaktionsblondchen) hatte das wohl irgendwie nicht mitgekriegt. In mühseliger Kleinstarbeit setzte er Wörter aneinander und formulierte so einen Brief an radio ffn. Die hatten nämlich zusammen mit dem Deutschen-Jugend-Presse-Verband einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Tja, und dreimal dürft Ihr raten, was für ein Wettbewerb das war. Richtig, mit Hilfe des Wettbewerb sollte die beste Schülerzeitung Niedersachsens gesucht werden. An der deutschen Sprache fast am verzweifeln, bittet Klaus Mareke telefonisch um Rat. Ohne Erfolg, denn auch sie war bals mit ihrem Latein am Ende (man muß halt nicht unbedingt blond sein). Mit letzter Kraft brachte er den Brief aber doch noch Zustande und raste damit zur Post (es war natürlich keiner auf die Idee gekommen den Brief frühzeitig in Angriff zu nehmen und + VENTIL zu verschicken). Naja, und dann war da erstmal nix, bis drei Wochen später das Unvorstellbare passierte. Wir bekamen Post von ffn mit geheimer Botschaft die lautete: kommt am 22.06.98 ins Funkhaus nach Hannover zur Preisverleihung. Mehr wurde uns dann aber auch nicht verraten. Ab da ging natürlich die Post ab. Irgendwie wurden alle Redakteure ein bißchen eifriger als sonst und buhlten um die Gunst mitfahren zu können. Letztendlich waren acht Ventilisten aus allen gesellschaftlichen Schichten (IGS, Gym, Realschule) erwählt worden mit dem Ober-Ventilisten Rainer im Jugendmobil (fescher Mercedes-Van) des Landkreises Norden den Weg nach Hannover anzutreten. Eigentlich wäre dann an dem besagten 22. Juni um 14.00 Uhr Abfahrt gewesen. Aber nachdem um 13.45 Uhr der letzte Ventilist eintraf, drängelte Rainer auch schon darauf endlich loszufahren, so daß keiner auch nur die geringste Chance hatte noch mal das Örtchen aufzusuchen (wobei Rainer das später auch noch bereute). Unterwegs besuchten wir dann die Raststättentoilette (1x Pipi 50,-), versuchten Werbung für Ventil zu machen, indem wir Handzettel aus dem Auto warfen (leider waren unsere Mühen umsonst) und kamen um kurz vor 17.00 Uhr völlig erschöpft in Hannover an. PreisverleihungIm Flur des imposanten ffn-Gebäudes waren einige Stühle drapiert, auf die wir uns niederließen. Und dann hieß es erstmal warten, bis die Prominenz (sprich die Niedersächsische Kultusministerin Jürgens-Pieper, ein Vertreter des Deutschen Pressebundes und ein Vertreter des Verbandes junger Redakteure) uns mit ihrer Anwesenheit beglückten und zur Preisverleihung schritt. Nachdem der Vertreter des Verbandes junger Redakteure sich in ewig andauernde Monologe badete (so konnte es einem zumindest vorkommen), um dann den 3. Preis doch nicht an uns zu vergeben (der Preis war mit 250 Mark dotiert) hegten wir doch alle irgendwie für einen kurzen Moment die Hoffnung auch nicht den 2. Platz sondern den 1. Platz gewonnen zu haben. Naja und während wir da so in unseren Hoffnungen schwelgten, trat der Vertreter des deutschen Pressebundes ans Mikrophon, um uns ebenfalls nach einiger Zeit des Redens zu sagen: VENTIL HAT DEN ZWEITEN PLATZ BEI DER VERGABE DES NIEDERSÄCHSISCHEN JUGENDPRESSEPREISES GEWONNEN. In nullkommanix verwarfen wir unsere Hoffnungen auf den 1. Platz und begannen und riesig zu freuen (besonders über die 500 Tacken). Genaugenommen ist der 1. Platz ja sowieso schrecklich langweilig, weil in alle anstreben. Außerdem ist der 2. Platz ja auch schon eine beachtliche Leistung (‘Tschuldigung, das Eigenlob tat jetzt Not). Und weil das halt so ist, interessiert es jetzt ja sowieso niemanden mehr, wer den 1. Platz gewonnen hat ("Kreuzfeuer" - Lingen). Gespräch mit Jürgens-PieperNach der Preisverleihung und zahlreichen Fotos (Rainer konnte es mal wieder nicht lassen) nahmen dann einige von uns an einem Interview mit unserer werten Kultusministerin teil. Auch wenn der Informationsfluß innerhalb der Redaktion nicht geklappt hatte (wir wußten überhaupt nichts von diesem Interview) waren wir komischerweise die einzigen, die ihr Fragen stellten. Dabei kamen erschreckende Tatsachen ans Licht. Für alle die sich nach jungen, frischen, ideenreichen, interessanten LehrkörperInnen sehnen, kommt jetzt die erschreckende Wahrheit. Es gibt zwar neue Lehrer, aber leider erst ab 2002 aufwärts. Schade, aber auch. Also an alle ganz jungen: Sitzenbleiben oder 1 Jahr ins Ausland gehen lautet die Devise (oder für die Familienplanung: jetzt Kinderkriegen und Euer Kind bekommt eine anständige Ausbildung). Zu einem weiteren dunklen Kapitel, daß da heißt, warum am Gym für den zukünftigen 12. Jahrgang Grundkurse wie Kunst, Politik, Religion,... nur noch 2-stündig anstatt 3-stündig stattfinden, konnte uns die werte Kultusministerin nur wenig sagen (außer, daß die Gymnasien noch verhältnismäßig gut dran sind). Zu anderen Themen konnte sie dafür sehr viel sagen. Von uns auf die teilweise katastrophale Fortbildung der Lehrer in Punkto Computer angesprochen, sprach sie davon, Computerkurse für Lehrer zukünftig zur Pflicht zu machen (man darf gespannt sein) und Schülern, die an ihren Schulen Informatik unterrichten (ja, sowas gibt es gar nicht so selten) eines schönen Tages, wenn die einzelnen Schulen ihren eigenen Finanzhaushalt haben, Geld zu zahlen. radio ffnDie anderen Ventilisten waren inzwischen dabei das Funkhaus zu inspizieren. Unter den Fittichen von Herrn Johanssen (richtiger Name von der Red. vergessen) war es uns möglich hinter die Kulissen des Senders zu schauen und wir mußten feststellen, daß gar nicht sooo viele Personen von Nöten sind, um Radio zu machen. Die Redaktion (des Senders nicht wir) teilte sich in regionale und überregionale Nachrichten auf. Dort Laufen Text- und Toninformationen aus ganz Deutschland zusammen. Herr Holsten (Name ebenfalls vergessen (wir werden echt alt)), ein Redakteur, demonstrierte uns, wie man per Mausklick die Toninfomationen für die Nachrichten zurechtschneiden konnte. Dann kam aber der weitaus interessanteste Teil der Führung: die Brücke! Von einem langen Gebilde aus Computern, Mikrophonen, Telefonen und Bildschirmen (auf dem einen lief Fußball) aus hatte man freie Sicht in die Aufnahmestudios. In das letzte Studio gewährte uns der Herr Johanssen Zutritt, in dem Björn Stack (den Namen haben wir behalten) seine Spielchen mit den Hörern trieb. Kaffetrinkenderweise und von technischem Schnickschnack umgeben wies er uns in die Magie des Radios ein. Das Musikprogramm bekommt er von der Musikredaktion vorgegeben. Auf einem Bildschirm ist der Ablauf dargestellt und die einzelnen Stücke können von ihm per Tastendruck abgespielt werden. Die größte Schwierigkeit besteht jedoch laut Stack (toll ist der Name aber auch nicht) im Kopfrechnen, denn er muß minutiös mit seinem Programm durch sein, damit er zu den Nachrichten rüber schalten kann. Ist er zu früh fertig spielt er noch die ffn-Erfennungjingle. Wenn ihr also das nächste mal die ffn-Eigenwerbung hört, hat sich unser Björn mal wieder verkalkuliert. Enttäuscht waren wir ganz ehrlich von der immer so hochgejubelten Hörercouch, die besteht nämlich nur aus drei Hockern. Ansonsten war echt alles da, was man für’s Radio braucht (sogar Zahnpasta lag rum). Gegen 19.00 Uhr sind wir dann erstmal essen gegangen. Und auf dem Weg zum Auto verblüffte uns Kai, indem er sich eine Focus am Kiosk kaufte. Er glich das aber sofort wieder mit einer Bild aus.
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Stand:
6 | 6 | 0 - Kunstschule miraculum - miraculum@aurich.de
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