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KULA SHAKER

 

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KULA SHAKER
von Wolle

Kula Shaker sind eine relativ neue und noch relativ unbekannte vierköpfige Band aus Englands Hauptstadt (London). Sie machen Musik, und wenn ich Musik sage, meine ich auch Musik. Die Hendrix- und Doors-Seligkeit von "K" scheint direkt aus den Siebzigern zu kommen. Mit viel Spielfreude und Melodieverliebtheit, aber ohne die typische Retro-Faulheit spielen die vier Musiker ihren Brit-Beat. Brit-Pop war gestern, die Zukunft heißt Brit-Beat und sie beginnt mit "K". Und "K" wiederrum beginnt mit einem tempogeladenen Song, der sich sofort als Ohrwurm in die Gehörgänge des Hörers bohrt. "Hey Dude" heißt das Stück und es scheint, als würden die Musikinstrumente und die Stimme nicht miteinander, sondern gegeneinander kämpfen (schön gesagt, gell?), eine Art Wettkampf ausfechten, in den sie sich immer mehr hineinsteigern. Und die atemberaubende Stimme von Sänger Crispian Mills ist wirklich atemberaubend.

Das zweite Lied ist nicht so gut, deswegen will ich zum dritten springen: "Temple of everlasting Light" ist ein wunderschönes, filigranes Stück, auf dem Crispian klingt, als hätte man ihm was abgetrennt, denn so hoch kommt kein Otto Normalverbraucher.

Das erste Herzstück dieser Scheibe ist wohl "Govinda", ein typisch indisches Stück - wobei man sagen muß, daß die vier Londoner von indischen Klängen nahezu fasziniert scheinen -, in dem Crispian mal wieder alles aus seinem Organ herauspressen kann und diesmal nicht mit Instrumenten, sondern einem indischen Girl um die Wette singt. Äußerst tanzbares Lied mit lahmem Anfang aber schönem Ende.

Gehen wir ein paar Lieder, so kommen wir zum zweiten Herzstück dieser Platte: "Tattva". Wieder indisch. Ein absolut perfektes, oberaffenturbotittensupermegageiles Stück mit indischem Touch.

An den Rock ‘n Roll der 70er erinnert stark das übernächste Stück. "303" heißt es und ist wieder einmal ganz tempogeladen. Es ufert aus in einem wahren Orgasmus aus lauter Stimmungsmache. Es regt zum Hüftenschwingen nahezu an.

"Start all over" heißt das nächste Lied, in dem es um eine unglückliche Liebe geht (oder so?). Was ganz Kompliziertes auf jeden Fall. Und das letzte Stück dieser Scheibe besteht eigentlich aus zwei Stücken: "Hollow Man (Parts 1 & 2)". Part 1 ist doof, aber Part 2 hat’s mal wieder so richtig in sich. Ein schönes Ende. Wenn man die CD jetzt noch länger spielen läßt (es sind noch etwa zwanzig leere Minuten drauf), dann hört man plötzlich (nach Ablauf dieser 20 Minuten) irgendwelche komischen Geräusche. Nur mal so’n Tip am Rande.

Alles in allem ein Ding mit Kopf und Fuß. Eine Stimmungskanone der Sonderklasse. Darf in keinem CD-Regal fehlen. Wirklich!

 

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Stand: 6 | 6 | 0 - Kunstschule miraculum -  miraculum@aurich.de