aus der welt der arbeit

Carsten »

Der 9. Jahrgang der IGS-Aurich-West hat seit einigen Wochen das Berufspraktikum hinter sich gebracht. Das war für einige zwar nicht so cool, weil sie den ganzen Tag nur putzen oder Kaffee kochen durften, aber es war auf jeden Fall besser als Schule. Es dauerte drei Wochen, in denen man eine total nervende Praktikumsmappe anfertigen musste und an jedem Abend noch so einen Tagesbericht obwohl mir da spannenderes einfallen würde! Also, ich war in der Lokalredaktion der ON (Ostfriesische Nach-richten). Am Anfang war es zwar voll langweilig, weil ich nichts zu tun hatte und von 9-18Uhr nur dumm rum saß, doch zum Glück gab es noch zwei Stunden Mittagspause. In der habe ich mich dann immer mit anderen Praktikumkollegen getroffen, die auch ihr Praktikum in der Stadt gemacht haben und dann haben wir meistens beim Sehrhardwagen auf dem Markplatz einen Döner verdrückt. Nach drei super langweiligen Tagen wurde es dann schon irgendwie besser, da ich dann mit den Redakteuren zu Terminen und Pressekonferenzen gefahren bin. Nach solchen Terminen habe ich dann zugeschaut, wie sie ihre Artikel geschrieben haben, dabei habe ich gemerkt das es ganz schön kompliziert ist wie die schreiben, da es ganz anders als in der Schule ist. In der Redaktion erfährt man auch die neusten und witzigsten Sachen, z.B. war eine Auszubildende auf einem Treffen des VW und Golf Klubs Südbrookmerland, wo dann so algemeinbekannte Sprüche wie „Mein Auto liegt tiefer als wie die Titanic.“ massenweise gefallen sind. Dabei war auch ein besonders harter Fall, der seinen Kofferraum ganz mit Holz verkleidet hat und dazu noch einen Laser und eine Rauchanlage montiert hat. Die nächste Woche war ich dann im Bereich ON-online, dort wird der ganze Kram der mit Internet zu tun hat gemacht. Es war zwar nur ein kleines Büro und es war alles noch ein bisschen unordentlich, aber das lag daran das sie gerade erst umgezogen sind. Dort arbeiteten jedenfalls zwei echt witzige Hacker, die immer einige lässigen Sprüche und Wörter drauf hatten wie z.B. Schattenparker und 100 andere Wörter für Weicheier. Die beiden haben auch eine Ente vor der Treppe und immer wenn jemand kommt quakt sie und die Leute erschrecken sich. Sie sind zwar crazy, aber das programmieren haben sie voll drauf. Und sie programmieren den ganzen Tag: zum Beispiel Homepages wie die für Nordwestnet. Ich habe auch was programmiert, und das war mit Abstand das genialste was ich im ganzen Praktikum zustande gebracht habe. Ich habe zwar in der letzten Woche auch einen Artikel über die Kunstschule geschrieben, der wurde aber so fett verbessert, das man fast nicht mehr sehen konnte, dass er von mir war. Dann war außerdem noch ein Foto von mir in der Zeitung, da die Uhr vom Lambertiturm mal wieder spann und ich mich mit einer riesen Armbanduhr die (richtig) ging in den Vordergrund stellen musste. Jetzt mal unter uns, als das Foto gemacht wurde ging die Lambertiuhr schon wieder richtig, also haben wir die Armbanduhr ein bisschen vorgestellt. Zum Schluss fand ich das Praktikum doch ganz lustig, aber die Praktikumsmappe und ein Kollege, der sich als “IGS-Feind” produzierte haben doch ziemlich genervt.

« Jonas

Ich habe mein Praktikum im Kreiskrankenhaus Aurich gemacht. Am Montag bin ich zusammen mit 4 weiteren Schüler-/innen um 8.00 Uhr angetreten, wir bekamen unsere (vorübergehend) eige-nen grünen Praktikantenkittel und wur-den dann auf unsere Stationen gebracht. „Ich bringe euch mal wieder einen neuen Praktikanten“ „Ach ja, danke“ Für mich klang dass ungefähr wie „Stell ihn zu den Anderen“, aber nach ein paar Minuten wurde ich angewiesen mich umzuziehen und dann ging es los. Ich wurde von zahl-reichen Pflegern und Krankenschwestern mit durchs Krankenhaus genommen, so dass ich dann später Bescheid wusste, wohin ich laufen muss. Meine typischen Arbeiten waren: Patienten zu Untersuchungen und Operationen bringen, entweder musste ich sie zu Fuß begleiten, im Bett oder im Rollstuhl schieben. Dann musste ich noch Proben zum Labor bringen, Laborergebnisse abholen und zahlreiche weitere Laufarbeiten verrichten. Auf der Station musste ich Essen verteilen, Küche und Spüle aufräumen, Tee und Kaffee kochen, verteilen und einsammeln, die Nachttische wischen und Wasserflaschen verteilen. Klingt schrecklich, oder?! Das war es aber nicht, jedenfalls meistens nicht. Ich weiß auch nicht warum, aber es hat Spaß gemacht. Jeweils einmal durfte ich bei einer Unter-suchung (Magenspiegelung) und bei einer Operation (Einsetzen einer Leitung zur künstlichen Ernährung) zugucken. Bei der Magenspiegelung musste der Patient auf der Seite liegen und wurde an eine Gerät zur Sauerstoffregulierung angeschlossen. Dann begann die Untersuchung damit, dass ihm ein etwa 70 cm langer Schlauch, der vorne mit Licht und einer Kamera ausgestattet war, durch den Mund und die Speiseröhre in den Magen geschoben wurde. Weiterhin hatte der Schlauch eine Art Staubsauger zum Absaugen von Schleim und eine Röhre, in die später ein dünner Draht mit einer kleinen Zange vorne dran eingeführt wurde, um Proben von Tumoren zu nehmen. Das geschah folgendermaßen: Der Schlauch, den man mit einer Steuerung nach links, rechts, oben und unten lenken konnte, beleuchtete einen Tumor, dann wurde der Draht mit der Zange eingeführt, die Zange angesetzt und eine Probe des Tumors abgekniffen. Schließlich wurde der Schlauch wieder herausgezogen und die Untersuchung war zu Ende. Das Berufspraktikum war unterschiedlich schön, an Himmelfahrt und am Wochen-ende zum Beispiel gab es nichts zu tun, da fast alle Ärzte frei hatten und so kein Patient untersucht oder operiert wurde. Also saßen wir herum, haben geredet, ich habe Fragen für den (leider (diese Klammer ist nur für Schüler und Leidensgenossen (Nicht für Lehrer!!!))) unvermeidbaren Praktikums-bericht gestellt, wir haben Kaffee und Tee getrunken und Kreuzworträtsel gelöst. Zwischendurch mussten wir zu klingelnden Patienten gehen oder Essen verteilen, aber sonst war absolut nichts los. An manchen Tagen allerdings, wenn ich nicht ausgeschlafen war, es viel zu tun gab und auch noch meckernde Patienten anwe-send waren, ging einem die Arbeit auf den Geist. Die 1. Woche war ziemlich anstren-gend, da ich die meiste Zeit stehen oder laufen musste. (Stöhn, Ächz, brech zu-sammen). Aber in der 2. und 3. Woche ging es. Fazit: Das Praktikum hat Spaß gemacht, jedenfalls mehr als Schule, und wenn da nicht dieser verdammeleite Praktikumsbericht gewesen wäre, wäre es noch schöner gewesen.

Jakob »

Ich habe mein Praktikum in der Redaktion der Wochenzeitung „PROFiL“ absolviert und muss sagen: es ist gut, dass das Praktikum eine Pflicht ist, denn meiner Meinung nach sollte jeder Schüler einmal so etwas gemacht haben! Es macht Spaß, es ist interessant, es ist informativ und man bekommt einen guten Einblick in das Berufsleben. Sicher ist es am Anfang schwierig sich ein zu leben und arbeiten, aber ist dies erst einmal geschehen, ist es einem völlig fremd, nach dem Praktikum wieder in die Schule zu gehen. Ich hatte am Anfang auch meine Schwierigkeiten: die ersten Tage war ich schüchtern, lies mich erst mal in die verschiedenen Arbeiten einweisen und wartete auf Anweisungen. In der zweiten Woche ging alles schon lockerer zu. Man gewöhnte sich langsam an das Leben im „Beruf“. In der dritten Woche fühlte ich mich dann schon, als ob ich schon Jahre lang dort Praktikant wäre, arbeitete selbständig und war am Schluss auch etwas traurig, als ich ging. Als Praktikant bei „PROFiL“ durfte ich sehr viele Arbeiten verrichten. Ich durfte zum Beispiel eigene Artikel schreiben, die entweder über etwas handelten, was mir meine Mitarbeiter von „PROFiL“ gaben, oder ich fuhr bevor ich den Bericht schrieb zu einer Veranstaltung, machte mir Notizen und verpackte die Stichworte dann in einen sachlichkorrekten Text. Außerdem durfte ich noch Umfragen mit Fotos machen, kurznotierte und richtig große Artikel schreiben und vieles mehr. Ich musste von zehn Uhr Morgens bis vier Uhr Nachmittags arbeiten und hatte von ein bis zwei Uhr Pause. Mittwochs arbeitete ich nur bis ein Uhr, weil ich nicht länger arbeiten konnte, dafür arbeitete ich Montags bis fünf Uhr. Wenn man später Redakteur oder etwas in der Art werden möchte, sollte man schnell, fehlerfrei und sachlich schreiben, allgemein gut mit dem Computer umgehen können und den anderen Belastungen, wie zum Beispiel der Strahlung des Computers, Beschwerden der Leser oder Überstunden (um nur ein paar Beispiele zu nennen) gewachsen sein. Die Redakteure und die Anderen arbeiten nämlich nicht nur von acht Uhr Morgens bis sechs Uhr Abends, sondern sie machen auch (wenn es nötig ist) ungefähr 2-3 Über-stunden. Doch ziemlich stressig, so ein Beruf! Mein Arbeitsplatz bestand aus einem großen Schreibtisch, wo ich genug Ablage für meine Notizen fand, mit einem Computer und einem Telefon, welches ich jedoch nie benutzte. Insgesamt standen vier Computer und ein Scanner in der doch relativ kleinen Redaktion, wobei einer der PCs nur ein Server war. In den anderen Räumen waren Anzeigenberater und Layouter, auch mit mehreren Computern, einem großen Drucker etc. Mein Betreuer und Mitarbeiter waren alle sehr nett und sorgten für eine lockere Arbeitsatmosphäre. Sie waren sehr sympathisch und auch humorvoll, was das Mit-einanderarbeiten erleichterte. Wirklich, ich habe gedacht, dass es viel seriöser und „strenger“ in solch einem Betrieb zu geht (ich will damit nicht sagen, dass es dort nicht seriös genug war und ich es deswegen doof fand, nein, ganz im Gegenteil: gerade weil es nicht so ablief, wie ich es mir vorgestellt hatte, war ich erfreut). Auf jeden Fall hat es mir bei „PROFiL“ gut gefallen und wenn ich noch einmal vor der Wahl stehen würde, wo ich mein Praktikum mache werde, würde ich mich (glaube ich) nicht anders entscheiden.

« Malte

„Ach ja Praktikum“, denken viele, „das ist schon so eine Sache!“ Eigentlich voll langweilig, aber doch irgendwie besser als Schule, oder? Aber! Mein Praktikum war richtig fett! Ich war nämlich bei der Göken GmbH, einer Computerfirma in Emden. Die Firma macht solche Sachen, wie Computerverkauf, Bordelektronik von Schiffen und auch Catering für Schiffe und Bohrinseln. Was natürlich sehr sozial war, dass es jeden Morgen Frühstück gab, wofür meistens schon so eine Stunde drauf ging. Ich durfte fegen, fegen, und - was wohl -... nein, nicht fegen, weil ich nämlich gar nicht gefegt habe! Na gut, aber wirklich nur einmal. Die meiste Zeit aber habe ich Computer zusammen gebaut, die Software drauf gespielt und sie dann zum Verkauf gegeben. Das war aber noch nicht alles, denn das wäre ja viel zu langweilig gewesen! Ich musste auch mit einem Mitarbeiter Kundenbesuche machen. Das war immer so voll super lässig, weil dieser Mitarbeiter nämlich einen tiefergelegten Ford Escort fuhr. Natürlich mit 10x CD-Wechsler, Verstärker, Bass-rolle im Kofferraum, und noch sechs anderen Boxen. Ihr kennt das ja: (Bumm zzzz Bumm zzzz Bumm zzzz). An jeder Kreuzung gucken sich alle Leute um und klein Malte..., ja, leider nicht ganz so klein, versucht sich möglichst in die unterste Ecke vom Fußraum zu quetschen, damit ihn ja auch keiner sieht. Oft war ich auch im Büro. Dort hatte ich solche Aufgaben wie Kopieren, Akten vernichten und auch Akten einzusortieren. -War auch OK! Ach so ja, ich habe mir dort ein neues Gehäuse für meinen Computer gekauft, um meinen Aldi-Computer zu tarnen. Das mit dem tarnen hat vielleicht geklappt, aber man merkt es trotzdem noch, dass es ein Billig-Computer ist. Er ist so langsam und geht so schnell kaputt, dass es nur einer von Aldi sein kann. Dafür ist er jetzt der schönst aussehenste Computer von ganz Aurich. Am aller Besten fand ich immer noch die Musik, denn wir haben, während wir die Computer zusammen gebaut haben richtig schön laut sämtliche CDs durchgehört. Was ich natürlich nicht so pralle fand, ich musste jeden Tag mit dem Bus nach Emden und zurück robben (*nerv*)! Aber halb so schlimm, denn dafür hatte ich dort in der Firma riesig viel Spaß!