| Am 30. November ist es nun doch passiert: Das OLD hatte seine Abschiedsparty! Um 20 Uhr öffnete es zum letzten Mal seine Tore. Beim Betreten merkte man, dass irgendetwas anders war. Zu-nächst hatte man Mühe, ein halbwegs bekanntes Gesicht zu fixieren, da anscheinend alle ehemaligen OLD-Gänger in dieser Nacht der Diskothek die letzte Ehre erweisen wollten. |
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| Anders als sonst, war das Old schon um 22 Uhr völlig überfüllt. Das Durchschnittsalter lag bei schätzungsweise 30 Jahren. Auf der Tanzfläche tummelten sich einige Alt-Hippies, die mit der Musik, die Toni Räwer persönlich auflegte, in ihren Jugenderinnerungen schwelgten. Durch diese Traube alter Menschen hindurch gekämpft gab es dann die zweite Überraschung. Im hinteren Raum des Olds fehlte so einiges. Die Kicker waren entfernt worden und im Café-Bereich fehlten Tische, Lampen und die Plakate. Am letzten Samstag hatten wohl einige Hardcore-Old-Gänger für ihre persönliche Andenken sorgen wollen. Gerüchten zufolge hatten einige sogar versucht einen Kicker durch den Hintereingang verschwinden zu lassen. Das war dann aber doch aufgefallen und das Personal war eingeschritten. Gegen zwölf schließlich stand die Luft im Old. Es stank nach Schweiß, Verwesung, Rauch und Bier. Befand man sich im hinteren Teil brauchte man ganze zwanzig Minuten, um an die frische Luft zu kommen. Draußen war es dann so arschkalt, dass man sich sofort wieder ins Getümmel nach hinten stürzte, dort jedoch wieder Luftprobleme bekam. Und natürlich war irgendwann in der Nacht das Bier alle! Aber auch diese Misere meisterte das Old-Personal mit links und gab eine Großbestellung bei der Tanke um die Ecke auf. Ach ja! Und irgendwelche Mädels wollten wohl die Beerdigung des Olds mit Teekuchen á la Canabis zelebrieren. Leider waren die Maßangaben im Rezept bezüglich der Haschmenge wohl nicht ganz eindeutig gewesen (oder sie hatten zu viele rohe Eier verwendet?!? ). Doch trotz alledem oder gerade deswegen war die Dienstagnacht eine gelungene Beisetzung dieser etwas anderen Diskothek und so war es nicht verwunderlich, daß man am nächsten morgen immer noch Menschen aus dem Old kommen sah. Die letzte Nacht war ein voller Erfolg. Es war quasi ein Treffen der Generationen. Es schien, als hätten alle Jugendlichen ihre Eltern mitgebracht. Die Musik war neu, war alt, war gut gemischt. Es stellt sich also die Frage: Ist das Old lebendig begraben worden?!? |