"eine der genialsten Sachen die ich je gemacht habe"
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von Philipp
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Okay, ich werde euch jetzt von den zwei Schüleraustauschen
erzählen, die ich bisher mitgemacht habe. Der erste ist der Austausch mit Kepno, einer
kleinen polnischen Stadt südlich von Breslau gewesen. Irgendwie bin ich über einen
Freund dazu gekommen, einen Austauschschüler aufzunehmen, der dann im Herbst ,97 zu uns
kam. Ich war gerade 15 geworden und konnte mit ihm irgendwie nicht soviel anfangen, er war
18 und stand kurz vorm Abitur. Ich habe mich gut mit ihn' verstanden, aber wir haben nicht
gerade viel zusammen gemacht. Außerdem konnte er nur Englisch, die Kommunikation
funktionierte also auch nicht so gut. Naja, ich glaube es hat ihm trotzdem ganz gut
gefallen, er war auch schon vorher in Aurich gewesen und wußte so ungefähr, was man hier
machen kann. Der Austausch an sich lief wie üblich ab, die polnischen Schüler haben viel
Zeug besichtigt, das wir und Gott sei Dank nicht alles angucken mußten, ein paar Fahrten
irgendwo hin, mal mit den deutschen Gastschülern, mal ohne, einige Abendveranstaltungen
und was nicht sonst noch alles. Das war's dann auch schon gewesen, ganz lustig, aber nicht
das tollste, was ich je erlebt habe. Okay, ich werde euch jetzt von den zwei Schüleraustauschen erzählen, die ich bisher mitgemacht habe. Der erste ist der Austausch mit Kepno, einer kleinen polnischen Stadt südlich von Breslau gewesen. Irgendwie bin ich über einen Freund dazu gekommen, einen Austauschschüler aufzunehmen, der dann im Herbst ,97 zu uns kam. Ich war gerade 15 geworden und konnte mit ihm irgendwie nicht soviel anfangen, er war 18 und stand kurz vorm Abitur. Ich habe mich gut mit ihn' verstanden, aber wir haben nicht gerade viel zusammen gemacht. Außerdem konnte er nur Englisch, die Kommunikation funktionierte also auch nicht so gut. Naja, ich glaube es hat ihm trotzdem ganz gut gefallen, er war auch schon vorher in Aurich gewesen und wußte so ungefähr, was man hier machen kann. Der Austausch an sich lief wie üblich ab, die polnischen Schüler haben viel Zeug besichtigt, das wir und Gott sei Dank nicht alles angucken mußten, ein paar Fahrten irgendwo hin, mal mit den deutschen Gastschülern, mal ohne, einige Abendveranstaltungen und was nicht sonst noch alles. Das war's dann auch schon gewesen, ganz lustig, aber nicht das tollste, was ich je erlebt habe. Ein halbes Jahr später sind wir dann nach Polen gefahren, und das war wirklich richtig gut. Wir sind mit `ner ziemlich großen Gruppe (weiß nicht mehr so genau, zwischen 20 und 30 irgendwo) 14 Stunden im Bus nach Kepno gefahren. Als wir schließlich ziemlich müde ankamen, wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und nach hause gebracht. Meine Gasteltern waren super nett, obwohl ich mich kein bißchen mit ihnen unterhalten konnte, da sie nur polnisch sprachen. Mein Austauschpartner fungierte dann halt als Übersetzer, also vom Deutschen ins Englische ins Polnische und zurück. Ziemlich kompliziert, die Kommunikation beschränkte sich auf das übliche ,, iß, iß" (Gasteltern versuchen immer einen zu füttern, wo es nur geht. Vermutlich glauben sie, man könnte zu wenig bekommen und hielte sie dann für schlechte Gastgeber) und ,,schmeckt es dir", das man dann eifrig bejahen muß (es hat aber wirklich geschmeckt. Sie haben sich sogar darauf eingestellt, daß ich Vegetarier war, was in Polen nicht gerade üblich ist). An den nächsten Tagen sind wir dann mit den Austauschschülern in die Schule gegangen. Wir haben natürlich kein Wort vom Unterricht verstanden und die meisten Stunden geschwänzt, aber das war dann auch immer ganz witzig. Die Abende haben wir ausnahmslos in diversen Kneipen verbracht (in Polen kostet alles nur ungefähr die Hälfte im Vergleich zu hier, also konnten wir uns das leisten), leider war gerade irgend eine Katholische Feierzeit (Klaus sagt die heißt Post, Jesus zeit oder so, die meisten Polen waren ziemlich gläubig) und alle Discos waren zu, aber die Parties, die wir statt dessen veranstaltet haben, waren ebensogut. Sowieso glich die ganze Polenfahrt über weite Strecken eher einer großen Klassenfahrt, als einem Kulturaustausch. Naja, wir haben natürlich auch ein paar Touren und so gemacht, ein altes Salzbergwerk besichtigt, nach Breslau gefahren und so. Auch alles ganz interessant. Ein Highlight war dann die zweitägige Fahrt nach Krakau. Wir haben mit der ganzen Gruppe in irgendeinem Lehrerwohnheim oder so übernachtet, das nicht gerade sehr sauber und hygienisch war, für zwei Tage aber seinen Dienst getan hat. Das war dann wirklich wie eine Klassenfahrt und super witzig. Tja, schließlich sind wir dann auch wieder nach Hause gefahren, obwohl die meisten lieber dageblieben wären, meine Gasteltern haben mich mit ungefähr zwei Kilo Essen eingedeckt (,,nimm, nimm", wie ich schon erwähnte), und das war's dann auch, eine der genialsten Sachen, die ich je gemacht habe. Ich kann es nur allen empfehlen. Im nächsten Jahr wäre ich gern noch mal mitgefahren, aber da war dann kurz vorher der Kalifornienaustausch gewesen, und meine Eltern meinten, ein Austausch pro Jahr wäre genug. Naja, vielleicht fahr ich nächstes Jahr wieder mit. Ja, damit wäre ich dann auch schon bei dem anderen Austausch, von dem ich euch erzählen will, dem eben erwähnten Kalifornienaustausch. Auch an den bin ich eher durch Zufall geraten, eigentlich mußte man vorher ein Jahr lang eine Kalifornien-AG besucht haben aber es waren noch Plätze frei und so bin ich nur die letzten beiden Monate dagewesen, in denen wir den Austausch vorbereitet haben. Im Oktober ,98 ging es dann los, mit 11 Personen für drei Wochen ins sonnige Kalifornien. Wir sind ungefähr 13 Stunden geflogen, aber dank der Zeitverschiebung war es nur 4 Stunden später, als wir in San Diego ankamen. Dort wurden wir dann von den Gastfamilien abgeholt und mußten erst mal noch ,ne Stunde fahren, bis wir dann in Vista waren, unserem Zielort. Mit meiner Gastfamilie habe ich ziemliches Glück gehabt und mein Austauschschüler war super nett und noch dazu fast genauso alt wie ich, was nicht bei allen so war, die meisten Austauschschüler waren noch ziemlich jung. Ich hab mich mit meiner Familie auf anhieb richtig gut verstanden und hatte auch keine Verständigungsprobleme. Ms Gastgeschenk brachte ich neben einem Buch über Ostfriesland und so `nem blöden Tee-Geschenkkorb ungefähr ein Kilo Schokolade mit, über das sie sich glaub ich auch am meisten gefreut haben, denn ob ihr's glaubt oder nicht, aber in Amerika gibt es tatsächlich keine vernünftige Schokolade. Am nächsten Tag sind wir dann zur Schule gegangen. Sie bestand aus zwei Schulgeländen, dem Main Campus für die kleinen Schüler, der genauso aufgebaut war, wie eine Schule hier (na ja, die Klassenräume bestanden aus Containern, die im Freien standen, aber sonst...) und dem Learning Plaza, in das die älteren (und zum Glück auch ich) gingen. Das Learning Plaza war ein ziemlich großer Raum mit mehreren kleinen drumrum. Der Große war voll mit ca. 50 Computern mit Internet Anschlüssen, an die man sich während des Unterrichts einfach so mal setzen konnte und überhaupt war der Unterricht hier ziemlich locker, keinen hat es so richtig interessiert, was man eigentlich gemacht hat, solange man in der Schule war. Aber wehe wenn nicht! Das haben wir nach der Mittagspause gespürt, nach der wir deutschen uns mal ,ne Stunde frei nehmen und die Stadt erkunden wollten. Wir haben uns dann nämlich ein bißchen in der Stadt verlaufen und hinterher festgestellt, das vier Männer mit Walkie-Talkies in der Stadt nach uns suchten. Ooops. Da kannten die Amis keine Gnade. Sowieso ist es da ein bißchen strenger als bei uns. In Bars oder Discos darf man erst ab 21, als Jugendlicher ist man ziemlich abhängig von seinen Eltern, auch deswegen, weil da niemand mit dem Fahrrad führt, alle fahren nur Auto und wenn sie noch nicht 16 sind' müssen sie sich halt fahren lassen. Die Zeit in der Schule haben die glücklichen im Plaza also meist mit surfen im Internet verbracht, während die anderen im Main Campus sich am Klassenunterricht der 8-12jährigen beteiligen mußten. An den Nachmittagen fanden meist Gruppenaktivitäten zusammen mit den Gastschülern statt, Ausflüge nach San Diego, Los Angeles, an den Strand, nach Disneyland und Seaworld, in die Wüste, in kitschige Städte und zu `nem Schul-Footballspiel, Besichtigungen von Häusern aus Matsch und Kuhkot, Missionsgebäuden, Maschinenmuseen und was man sonst noch so alles besuchen konnte. Außerdem gab es ein paar merkwürdige Aktivitäten, z.B. eine Art Sportfest im Army Stil, mit Seilhangeln und Umschubsen und so und Lasertag, ein Spiel, bei dem alle in einem labyrinthartigen Raum standen und sich mit Laserpistolen abschießen sollten. Wenn ich mal nichts mit der Gruppe zu tun hatte, war ich meistens mit der Familie unterwegs, das war immer ziemlich lustig, alle möglichen Sachen angucken, an den Strand fahren oder meiner Gastschwester beim Fußball zujubeln. Einmal haben sie mich sogar zu `nem Baseball-Spiel mitgenommen, das war voll interessant. Abends war natürlich, bis auf den jämmerlichen Versuch einiger Gasteltern, eine Party auszurichten, gar nichts los. Tja soweit das, der Abschied kam doch schneller als man gedacht hat. Wir sind schon einige Tage vor unserer eigentlichen Abreise nach San Francisco geflogen und haben da noch ein paar Tage in einem Hotel in einer recht merkwürdigen Gegend verbracht, wegen der wir nicht nach sechs nach hause kommen durften. San Francisco ist ,ne ziemlich schöne Stadt, wir haben viel gesehen da' Alcatraz, Golden Gate Bridge, Cable Cars und so. Schließlich mußten wir auch von dort aufbrechen, noch mal 12 Stunden Flug, über Frankfurt nach Bremen und von da mit dem Bus nach Aurich, und schon waren wir wieder da. Ich könnte jetzt auch noch von dem Gegenbesuch der Amis hier erzählen, aber irgendwie glaube ich, es reicht jetzt, und Ostfriesland ist ja auch nicht ganz so interessant wie Kalifornien und das kennt ihr auch alle schon. Aber auf jeden Fall hat mein Austauschschüler jetzt mal ,ne Disco von innen gesehen, sowieso war für die behüteten Amerikaner Aurich ein ziemlicher Kulturschock, Alkohol, Zigaretten und was nicht sonst noch alles. Wir sind sogar mit ihnen nach Amsterdam gefahren. Zum Glück wußten die meisten nicht, wie Haschisch riecht, sie wären wohl sofort in Ohnmacht gefallen. So, das war's, viel Spaß auf euren Austauschfahrten, die ihr auf jeden Fall unternehmen solltet, es lohnt sich immer. Von Philipp |
Ein halbes Jahr später sind wir dann nach Polen gefahren, und das war wirklich richtig gut. Wir sind mit `ner ziemlich großen Gruppe (weiß nicht mehr so genau, zwischen 20 und 30 irgendwo) 14 Stunden im Bus nach Kepno gefahren. Als wir schließlich ziemlich müde ankamen, wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und nach hause gebracht. Meine Gasteltern waren super nett, obwohl ich mich kein bißchen mit ihnen unterhalten konnte, da sie nur polnisch sprachen. Mein Austauschpartner fungierte dann halt als Übersetzer, also vom Deutschen ins Englische ins Polnische und zurück. Ziemlich kompliziert, die Kommunikation beschränkte sich auf das übliche ,, iß, iß" (Gasteltern versuchen immer einen zu füttern, wo es nur geht. Vermutlich glauben sie, man könnte zu wenig bekommen und hielte sie dann für schlechte Gastgeber) und ,,schmeckt es dir", das man dann eifrig bejahen muß (es hat aber wirklich geschmeckt. Sie haben sich sogar darauf eingestellt, daß ich Vegetarier war, was in Polen nicht gerade üblich ist).
An den nächsten Tagen sind wir dann mit den Austauschschülern in die Schule gegangen. Wir haben natürlich kein Wort vom Unterricht verstanden und die meisten Stunden geschwänzt, aber das war dann auch immer ganz witzig. Die Abende haben wir ausnahmslos in diversen Kneipen verbracht (in Polen kostet alles nur ungefähr die Hälfte im Vergleich zu hier, also konnten wir uns das leisten), leider war gerade irgend eine Katholische Feierzeit (Klaus sagt die heißt Post, Jesus zeit oder so, die meisten Polen waren ziemlich gläubig) und alle Discos waren zu, aber die Parties, die wir statt dessen veranstaltet haben, waren ebensogut. Sowieso glich die ganze Polenfahrt über weite Strecken eher einer großen Klassenfahrt, als einem Kulturaustausch.
Naja, wir haben natürlich auch ein paar Touren und so gemacht, ein altes Salzbergwerk besichtigt, nach Breslau gefahren und so. Auch alles ganz interessant. Ein Highlight war dann die zweitägige Fahrt nach Krakau. Wir haben mit der ganzen Gruppe in irgendeinem Lehrerwohnheim oder so übernachtet, das nicht gerade sehr sauber und hygienisch war, für zwei Tage aber seinen Dienst getan hat. Das war dann wirklich wie eine Klassenfahrt und super witzig.
Tja, schließlich sind wir dann auch wieder nach Hause gefahren, obwohl die meisten lieber dageblieben wären, meine Gasteltern haben mich mit ungefähr zwei Kilo Essen eingedeckt (,,nimm, nimm", wie ich schon erwähnte), und das war's dann auch, eine der genialsten Sachen, die ich je gemacht habe. Ich kann es nur allen empfehlen. Im nächsten Jahr wäre ich gern noch mal mitgefahren, aber da war dann kurz vorher der Kalifornienaustausch gewesen, und meine Eltern meinten, ein Austausch pro Jahr wäre genug. Naja, vielleicht fahr ich nächstes Jahr wieder mit.
Ja, damit wäre ich dann auch schon bei dem anderen Austausch, von dem ich euch erzählen will, dem eben erwähnten Kalifornienaustausch. Auch an den bin ich eher durch Zufall geraten, eigentlich mußte man vorher ein Jahr lang eine Kalifornien-AG besucht haben aber es waren noch Plätze frei und so bin ich nur die letzten beiden Monate dagewesen, in denen wir den Austausch vorbereitet haben.
Im Oktober ,98 ging es dann los, mit 11 Personen für drei Wochen ins sonnige Kalifornien. Wir sind ungefähr 13 Stunden geflogen, aber dank der Zeitverschiebung war es nur 4 Stunden später, als wir in San Diego ankamen. Dort wurden wir dann von den Gastfamilien abgeholt und mußten erst mal noch ,ne Stunde fahren, bis wir dann in Vista waren, unserem Zielort. Mit meiner Gastfamilie habe ich ziemliches Glück gehabt und mein Austauschschüler war super nett und noch dazu fast genauso alt wie ich, was nicht bei allen so war, die meisten Austauschschüler waren noch ziemlich jung. Ich hab mich mit meiner Familie auf anhieb richtig gut verstanden und hatte auch keine Verständigungsprobleme. Ms Gastgeschenk brachte ich neben einem Buch über Ostfriesland und so `nem blöden Tee-Geschenkkorb ungefähr ein Kilo Schokolade mit, über das sie sich glaub ich auch am meisten gefreut haben, denn ob ihr's glaubt oder nicht, aber in Amerika gibt es tatsächlich keine vernünftige Schokolade.
Am nächsten Tag sind wir dann zur Schule gegangen. Sie bestand aus zwei Schulgeländen, dem Main Campus für die kleinen Schüler, der genauso aufgebaut war, wie eine Schule hier (na ja, die Klassenräume bestanden aus Containern, die im Freien standen, aber sonst...) und dem Learning Plaza, in das die älteren (und zum Glück auch ich) gingen. Das Learning Plaza war ein ziemlich großer Raum mit mehreren kleinen drumrum. Der Große war voll mit ca. 50 Computern mit Internet Anschlüssen, an die man sich während des Unterrichts einfach so mal setzen konnte und überhaupt war der Unterricht hier ziemlich locker, keinen hat es so richtig interessiert, was man eigentlich gemacht hat, solange man in der Schule war. Aber wehe wenn nicht! Das haben wir nach der Mittagspause gespürt, nach der wir deutschen uns mal ,ne Stunde frei nehmen und die Stadt erkunden wollten.
Wir haben uns dann nämlich ein bißchen in der Stadt verlaufen und hinterher festgestellt, das vier Männer mit Walkie-Talkies in der Stadt nach uns suchten. Ooops. Da kannten die Amis keine Gnade. Sowieso ist es da ein bißchen strenger als bei uns. In Bars oder Discos darf man erst ab 21, als Jugendlicher ist man ziemlich abhängig von seinen Eltern, auch deswegen, weil da niemand mit dem Fahrrad führt, alle fahren nur Auto und wenn sie noch nicht 16 sind' müssen sie sich halt fahren lassen. Die Zeit in der Schule haben die glücklichen im Plaza also meist mit surfen im Internet verbracht, während die anderen im Main Campus sich am Klassenunterricht der 8-12jährigen beteiligen mußten. An den Nachmittagen fanden meist Gruppenaktivitäten zusammen mit den Gastschülern statt, Ausflüge nach San Diego, Los Angeles, an den Strand, nach Disneyland und Seaworld, in die Wüste, in kitschige Städte und zu `nem Schul-Footballspiel, Besichtigungen von Häusern aus Matsch und Kuhkot, Missionsgebäuden, Maschinenmuseen und was man sonst noch so alles besuchen konnte. Außerdem gab es ein paar merkwürdige Aktivitäten, z.B. eine Art Sportfest im Army Stil, mit Seilhangeln und Umschubsen und so und Lasertag, ein Spiel, bei dem alle in einem labyrinthartigen Raum standen und sich mit Laserpistolen abschießen sollten. Wenn ich mal nichts mit der Gruppe zu tun hatte, war ich meistens mit der Familie unterwegs, das war immer ziemlich lustig, alle möglichen Sachen angucken, an den Strand fahren oder meiner Gastschwester beim Fußball zujubeln. Einmal haben sie mich sogar zu `nem Baseball-Spiel mitgenommen, das war voll interessant. Abends war natürlich, bis auf den jämmerlichen Versuch einiger Gasteltern, eine Party auszurichten, gar nichts los. Tja soweit das, der Abschied kam doch schneller als man gedacht hat. Wir sind schon einige Tage vor unserer eigentlichen Abreise nach San Francisco geflogen und haben da noch ein paar Tage in einem Hotel in einer recht merkwürdigen Gegend verbracht, wegen der wir nicht nach sechs nach hause kommen durften. San Francisco ist ,ne ziemlich schöne Stadt, wir haben viel gesehen da' Alcatraz, Golden Gate Bridge, Cable Cars und so. Schließlich mußten wir auch von dort aufbrechen, noch mal 12 Stunden Flug, über Frankfurt nach Bremen und von da mit dem Bus nach Aurich, und schon waren wir wieder da.
Ich könnte jetzt auch noch von dem Gegenbesuch der Amis hier erzählen, aber irgendwie glaube ich, es reicht jetzt, und Ostfriesland ist ja auch nicht ganz so interessant wie Kalifornien und das kennt ihr auch alle schon. Aber auf jeden Fall hat mein Austauschschüler jetzt mal ,ne Disco von innen gesehen, sowieso war für die behüteten Amerikaner Aurich ein ziemlicher Kulturschock, Alkohol, Zigaretten und was nicht sonst noch alles. Wir sind sogar mit ihnen nach Amsterdam gefahren. Zum Glück wußten die meisten nicht, wie Haschisch riecht, sie wären wohl sofort in Ohnmacht gefallen.
So, das war's, viel Spaß auf euren Austauschfahrten, die ihr auf jeden Fall unternehmen solltet, es lohnt sich immer.
Von Philipp