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Alle schauten zu mir herüber, als ich mit den anderen Konfirmanden durch die Kirche bis zum Altar lief. Neben mir meine Freundin, die genau wie ich ein Gesangbuch, ein Spitzentaschentuch und einen Strauß Schneeglöckchen in den Händen hielt. Vorne angekommen, setzten wir uns auf die reservierten Plätze. Die Predigt war lang, von einigen Liedern unterbrochen. Woran ich mich noch erinnere, war ein Vergleich mit uns Konfirmanden und Senfkörnen. Es handelte davon, daß die, die den rechten (also christlichen) Weg wählten sprießen und gedeihen und der Rest verkümmern würde. Dann gingen wir in
Gruppen zum Altar. Was bei den Proben immer schief ging, klappte jetzt reibungslos. Als ich dran war, marschierte ich los. Die Hose, die ich trug war ziemlich eng und so war es gar nicht so einfach mich hinzuknien. Unser Konfirmationsspruch wurde vorgelesen und dann wurden wir gesegnet. Daß heißt der Pastor legte uns die Hand auf den Kopf. Beim Aufstehen gab es wieder Schwierigkeiten. Dann wurde uns eine Urkunde überreicht und als Andenken an die Rede ein Tütchen mit Senfkörnern. Als alle fertig waren, ging es in zweier Gruppen hinaus aus der Kirche. Das war meine Konfirmation.

von Claudia

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