![]() VENTIL No2 |
Angst & Schrecken im Carolinenhof? Vor einiger Zeit kursierte, ausgelöst von einem Artikel aus der NO (Name von der Redaktion geändert) das Gerücht, daß der Carolinenhof Aurich Brutstätte der Gewalt und der Unzucht geworden sei. Die Tiefgarage, ein Idyll an Parkplätzen, ein Kleinod der Ordnung und des Friedens, ein Vorhof der Nächstenliebe, aber auch ein Ort der Geschlechtertrennung im Sinne der Keuschheit. Diese Stätte der Geborgenheit soll nun jäh in einen Tummelplatz der käuflichen Liebe mutiert sein. Dort wo früher Frauen mit Kindern ihre KFZs parkten, sollen nun Minderjährige die Bedürfnisse ältere Herren befriedigen. Mit mehr Haut als Kleidung soll das ältere Geschlecht zum unzüchtigen Treiben animiert werden. Das Dinis, ein Platz des fröhlichen Beisammenseins bei Trank und Sang. Eine Kulturstätte der Jugend, ein Spielfeld nah an der Promillegrenze, ein Juwel in der Branche der Unterhaltung, eine Koryphäe auf dem Gebiet des Amüsements, soll ein Vertriebsforum illegaler und jugendgefährdender Genußmittel sein. Mit zahllosen Aphrodisiaken (Aufputschmittel) will der gemeine Drogendealer seinen Umsatz veredeln und den jungen Lebewesen in die Aussichstlosigkeit der Sucht verhelfen. Doch damit nicht genug. Auch wird der Carolinenhof angeblich neuerdings von sondergleich gewalttätigen, bestialischen , barbarischen, inhumanen, verrohten, entmenschten, rigoros blutdurstigen Gewalttaten heimgesucht. Mit Samthandschuhen haben wir versucht, das brandheiße Eisen, das die NO ins Feuer gelegt hat, wieder herauszuklauben. Mit Diktiergerät und gelösten Mundwerk haben wir uns an einem Freitagabend auf den Weg in den zweiten Stock des Caros gemacht, um diesen Gerüchten nachzugehen. Die Mehrheit der Befragten äußerte sich dahingehend, daß sie keinerlei Gewalttaten miterlebt hätten. |