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Kinder bauten
Irrgarten

Die
Kinder der diesjährigen Projektkurse zum Thema Im Layrinth
der Sinne" haben in den letzten 14 Tagen im benachbarten Innenhof
einen großen Irrgarten gebaut: ausgehend einzig von einem Wäscheleinenkreuz
und einer Fülle von Baumaterial" wie Pappkartons, alten Bettlaken,
dicken und dünnen Plastikfolien, Sackleinen, Schaumstoffkissen,
Metallschnüren und biegbaren Faserplatten ist mit wenig Werkzeug
bevorzugt Wäscheklammern, Kabelbindern, Leinen und Tacker
ein verwirrendes Durcheinander von Sackgasen, Höhlen und
Gängen entstanden. Während in der ersten Woche alle mit dem Aufbau
beschäftigt waren, wurde die zweite Woche nicht nur zum Weiterbau
und zur Verkomplizierung" von zu einfachen Wegstrecken genutzt,
sondern vor allem auch zur Ausschmückung" mit vorwiegend unheimlichen
Charakter. Zwar findet man auch Sonnen, Bäume und Sterne im Labyrinth,
aber häufiger trifft man auf aufgerissene Mäuler, angsteinflößende
Augen und sogar auf ein Gespenst, das einen am Weitergehen hindert
und selbstverständlich begegnet man auch dem keulenschwingenden
Minotaurus. Während der Arbeit haben die Kinder immer wieder Gänge
durchs Labyrinth unternommen, um zu sehen, was die anderen gerade
entstehen ließen die Begeisterung und der Spaß an dem Ganzen
wurde nicht nur durch die Sache selbst, sondern auch durch die gegenseitige
Anerkennung hoch gehalten. Absoluter Höhepunkt war natürlich, wenn
die abholenden" Eltern in den Irrgarten geführt werden konnten
und deren Ruf zu vernehmen war: Und wie komm ich hier jetzt
wieder raus?"
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